Freitag, 4. November 2016

Richtfest Strafjustizzentrum Nürnberg

Nürnberg 3.11.2016.
Richtfest des Neubaus des Strafjustizzentrums Nürnberg. Der von den Nürnberger Prozessen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Justizpalast erhält einen neuen Anbau für 27 Millionen Euro. Somit kann der berühmte Schwurgerichtssaal 600 als normaler Gerichtssaal "stillgelegt" und dem Memorium Nürnberger Prozesse zugeteilt werden.

Bauherr ist der Freistaat Bayerm, vertreten durch das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg. Das Architekturbüro ZILA aus Leipzig ist für den Entwurf verantwortlich. Unser Büro kümmert sich um das Energiekonzept und die thermische Bauphysik. Ziel ist ein Gebäudeplanung im Passivhaus-Standard.

Mittwoch, 3. August 2016

Spatenstich Nawareum


Foto: TFZ
Straubing 25.07.2016 - Wer sich für den innovativen Einsatz Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien interessiert, findet bald in Straubing eine bislang einzigartige Anlaufstelle. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner starteten am Montag mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten für das NAWAREUM – ein modernes Informations-, Lern- und Beratungszentrum, das bundesweit Akzente setzen soll. „Das NAWAREUM wird die Menschen mit spannenden Angeboten für die Verwendung Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien sensibilisieren“, waren sich Brunner und Aigner einig. Ziel sei, fundierte fachliche Informationen erlebbar und damit für Familien, Schulklassen und alle Interessierten gleichermaßen attraktiv zu machen. Zudem soll das NAWAREUM für Bürger, Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen als kompetente Anlauf- und Beratungsstelle dienen. Schließlich nimmt den Ministern zufolge die Bedeutung Nachwachsender Rohstoffe permanent zu, gerade im Hinblick auf biobasierte Materialien und die Energiewende. Umso wichtiger ist es laut Brunner und Aigner, umfassend über die Verwendungsmöglichkeiten aufzuklären und den Einsatz Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien voranzutreiben. 


Flyer: TFZ
Um die richtige Mischung aus Information, Dokumentation und Erlebnis sicherzustellen, sind Dauer- und Sonderausstellungen zu Themen wie Heizen, Bauen und Dämmen ebenso geplant wie Schau- und Lehrgärten oder Mitmachstationen für Jung und Alt. Zudem wird die Einrichtung einen Einblick in die Geschichte und die künftigen Möglichkeiten der Bioökonomie bieten. Schon das Gebäude selbst ist als Musterbeispiel für Nachhaltigkeit geplant: Es wird in Holzbauweise mit Passivhaus-Standard errichtet und soll den Besuchern die Möglichkeiten beim Einsatz Erneuerbarer Energien vor Augen führen. Die Gesamtkosten von 25 Millionen teilen sich Landwirtschafts- und Energieministerium. Anfang 2020 soll die Eröffnung sein.

Unser Büro ist hier mit der Beratung zum Passivhaus und der thermischen Bauphysik beauftragt.


Freitag, 24. Juni 2016

Architektouren 2016

Die am 25. und 26. Juni stattfindenden Architektouren sind eine von der Bayerischen Architektenkammer organisierte jährlich stattfindende Präsentation von Architektur in Bayern. Wie auch in den letzten Jahren sind wieder Bauprojekte mit unserer Beteiligung vertreten:
1| Werkstätte für Menschen mit psychischer Behinderung, Ingolstadt
     Architektur: OFICINAA GmbH architektur + städtebau, Ingolstadt
2| Polizeiinspektion Nürnberg Süd
     Architektur: GEIER MAASS ARCHITEKTEN GmbH, Berlin

Weitere Informationen: Architektouren.

Polizeiinspektion Nürnberg Süd - (C) Henning Koepke

Montag, 15. Februar 2016

Einweihung Feuerwehr Wertheim

Entwurf: Bauamt Wertheim
Energiekonzept: IB LEISER
Gesamtkosten: 6,7 Mio Euro
Am 20. Mai 2014 erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau, nach fünf Monaten Bauzeit feierte man am 20. Oktober Richtfest und im Dezember 2015 konnte die Feuerwehr aus ihrem Interimsdomizil in den Neubau umziehen. Am Sonntag, den 14. Februar 2016 nun stellten Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall und Wertheims Oberbürgermeister Stefan Mikulicz mit einem Festakt zwei Monate nach dem Bezug offiziell die neu gebaute Feuerwache in Dienst. Am 6. Mai wird es einen Tag der offenen Tür geben. Die Fahrzeughalle bietet Platz für 13 Einsatzfahrzeuge, integriert eine Inspektions- und Waschhalle sowie eine Atemschutzwerkstatt. Außerdem beherbergt das Gebäude eine moderne Leitzentrale, einen Schulungsraum, einen Fitnessraum, sowie Umkleiden und einen Gemeinschaftsraum.

Dienstag, 10. November 2015

Auszeichnung Guter Bauten Franken 2015

Neuapostolische Kirche Bamberg

ausgezeichnet vom Bund Deutscher Architekten BDA

Energiekonzept: IB LEISER
Fotos: Gerhard Hagen


Energiekonzept in Stichworten

Sehr gute Dämmung und 3fach-Verglasung, wärmebrückenfreie Konstruktion. Freie, natürliche Lüftung und bedarfsgesteuerte mechanische Abluft. Sommerlicher Wärmeschutz durch außen liegenden Sonnenschutz. Nutzung der Gebäudemasse als thermischer Puffer und Nachtlüftung für die regenerative Abkühlung der Masse bzw. des Gebäudes. Oberflächennahe Geothermie mit Wärmepumpe zur Beheizung über die Fußbodenheizung und zur direkten, regenerativen Kühlung über Fußbodenkühlung und Zuluft.


Dienstag, 13. Oktober 2015

Wettbewerbserfolg in Wolfsburg

Leonardo-da-Vinci-Grundschule

Für ihren Wettbewerbsentwurf des Neubaus der Leonardo-da-Vinci-Grundschule in Wolfsburg erhielten Bayer & Strobel Architekten den 3. Preis. Das Energiekonzept kam aus unserer Hand. Die Leonardo-da-Vinci-Schulen sind die ersten staatlichen deutsch-italienischen Schulen, erwachsen aus einem in Deutschland einzigartigen Schulversuch, welcher 1993 in Wolfsburg begann.
(C) Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern

Urteil des Preisgerichts (Auszug)

Ein kompakter quadratischer Solitär wird präzise in Bezug zu Bestand und Landschaft auf das Grundstück gesetzt. Der Baukörper gliedert sich in vier Häuser, die sich um ein Atrium orientieren. Der Haupteingang liegt richtig positioniert im Süden zur Mensa hin orientiert. Trotz seiner Strenge und Reduktion wird der Entwurf in seiner guten Maßstäblichkeit und Wärme einer Grundschule als angemessen empfunden.

Energiekonzept: Low Tec - High Comfort

Grundprinzip des Energiekonzepts ist, das Gebäude bereits im Entwurf in seiner energetischen und klimatischen Funktion der Umgebung und Nutzung anzupassen. Architektur und Haustechnik reagieren somit bestmöglich auf die klimatisch-energetischen und nutzungsspezifischen Anforderungen. Dazu tragen sinnvolle passive und aktive Maßnahmen und eine optimierte Nutzung der natürlichen Ressourcen wie beispielsweise der sommerlichen natürlichen Nachtauskühlung bei. Die haustechnischen Anlagen werden auf das minimal notwendige Maß reduziert, ohne dabei das Ziel eines optimalen Raumkomforts und geringen Energie- und Ressourcenverbrauchs aus dem Auge zu verlieren.






Donnerstag, 17. September 2015

Richtfest Bereitschaftspolizei Nürnberg

Am gestrigen Mittwoch feierten wir Richtfest für das neue Unterkunftsgebäude der Bereitschaftspolizei Nürnberg. Unser Büro ist in diesem Projekt mit Leistungen der thermischen Bauphysik und für das Energiekonzept beauftragt. Federführendes Architekturbüro ist Baurconsult Architekten Ingenieure aus Hassfurt.


Holzbau

Eine Besonderheit bei diesem Gebäude ist die Ausführung in massiver Holzbauweise. Holz erfährt zurzeit eine nicht unberechtigte Renaissance auch als Baustoff für Wände und Decken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Holz ist ein heimischer, nachwachsender Baustoff, bringt von sich aus wärmedämmende und feuchteausgleichende Eigenschaften mit und sorgt somit neben der CO2- und Energieeinsparung auch für eine angenehmes Raumklima.



aus der Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr:

+++ Insgesamt können 320 neue Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten während ihrer Ausbildung in den hochmodernen Gebäuden untergebracht werden. "Die zusätzlichen Unterkunftskapazitäten, die hier entstehen werden auch dringend gebraucht", hat heute der Bayerische Innen- und Bauminister Joachim Herrmann beim Richtfest in Nürnberg erklärt. Mit der Fertigstellung der Gebäude ist 2017 zu rechnen. +++
Für ihre neu geschaffenen Stellen und die weiteren Ausbildungsplätze erhält die Bereitschaftspolizei in Nürnberg zusätzliche Unterkunftsgebäude. In den hochmodernen Bau investiert der Freistaat 20 Millionen Euro. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme, die Sanierung aller Bestandsgebäude auf dem Areal, betragen mehr als 100 Millionen Euro. "Das Geld ist für die Ausbildung unserer Polizistinnen und Polizisten gut angelegt", betonte Herrmann heute. Es sind die ersten Bauwerke in Holzbauweise bei der Bayerischen Polizei in dieser Größenordnung. Parallel zu der innovativen Hochbaumaßnahme wurde auch ein modernes Abwasserkonzept umgesetzt. Nach dem Spatenstich vor zwei Jahren konnte heute das Richtfest gefeiert werden, die Fertigstellung ist im März 2017 geplant.


Montag, 13. Juli 2015

Projekt: Grundschule Unterföhring


Einweihung

Letzten Freitag hat die Gemeinde Unterföhring mit etwas Verspätung - der Schulbetrieb wurde bereits letzten September aufgenommen - zur Einweihung der neuen Grundschule eingeladen. Beauftragt für die Planung des Gebäudes war das Büro Bayer & Strobel Architekten aus Kaiserslautern. Wir waren für das Energiekonzept, die Gebäudesimulation und die thermische Bauphysik verantwortlich.


Energiekonzept

Die Wärme- und Kälteversorgung wird über Geothermie-Systeme gewährleistet. Zum einen durch das Grundwasser in Kombination mit einer Wärmepumpe zur Deckung der Grundlast und zum anderen durch den Anschluss an die Geothermiewärmeversorgung GEOVOL zur Deckung der Spitzenlast. Die Wärmepumpe ist in Verbindung mit einer Flächenheizung sehr effizient und bietet den Vorteil, dass im Sommer die Erdreichtemperatur mittels des Grundwassers ohne Einsatz einer Kältemaschine zur nahezu rein regenerativen Kühlung der Räume herangezogen wird.

Zur Gewährleistung des hygienisch notwendigen Außenluftbedarfs ist das Gebäude mit einer zentralen, mechanischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgerüstet. Öffenbare Fenster gestatten jederzeit die freie, natürliche Lüftung.

Durch die nahezu rein regenerative Wärmeerzeugung, die regenerative Kühlung, die Unterschreitung der Energieeinsparverordnung EnEV und die Photovoltaikanlage liegt die Einsparung an CO2 bei rund 100 Tonnen pro Jahr.













Donnerstag, 9. Juli 2015

Projekt: Akademie der bildenden Künste Nürnberg



Projekt

Zurzeit plant das Architekturbüro Brenne Architekten, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Unser Büro ist hier für das Energiekonzept und die thermische Bauphysik verantwortlich. Letzteres ist in diesem Projekt besonders anspruchsvoll, da aufgrund des denkmalpflegerischen Anspruchs nicht alle Flächen gedämmt und Wärmebrücken zwangsläufig nicht gänzlich entschärft werden können. Außerdem ist es nicht möglich, eine automatisierte geregelte Lüftung vorzusehen. So wird man letztlich den Nutzer dafür sensibilisieren und mittels geeigneter Messtechnik (Feuchteüberwachung) unterstützen müssen, ausreichend über die Fenster zu lüften. Unser, noch in Arbeit befindliches, Energiekonzept soll Bauherrn (Freistaat Bayern) und Nutzer die ökologischste und ökonomischste Richtung für die nächsten Jahrzehnte weisen.


Sep Ruf

Der Architekt Sep Ruf (Franz Joseph Ruf 1908-1982) war unter anderem von 1947 bis 1953 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er prägte mit seinen leicht wirkenden Bauten in der Schule des Bauhaus die deutsche Nachkriegsarchitektur in Deutschland. Bekannt wurde er durch den Bau der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und den Bau der Neuen Maxburg in München zusammen mit Theo Papst. 1962 wurde er zusammen mit Egon Eiermann und Paul Baumgarten zu den drei Mitgliedern des Planungsrates ernannt, die unter strengster Geheimhaltung die Neuplanung der Regierungsbauten und die Bebauungspläne und Bauten ausführen sollten. 1963–64 errichtete Sep Ruf den Kanzlerbungalow in Bonn.


Jahresaustellung und Sommerfest

Bis zum 12. Juli zeigen über 300 Studierende aller Klassen und Aufbaustudiengänge zeigen ihre besten Werke aus den vergangenen zwölf Monaten. Zur Jahresausstellung werden vier Tage lang Ateliers zu Ausstellungsräumen, denn künstlerische Forschung teilt sich in Resultaten mit. Studenten aller Fachrichtungen präsentieren Malerei und Zeichnung, Bildhauerei, Video und Foto, Installation, Skulptur, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Audio, etc. Die Vielfalt und Qualität der Kunsthochschule zeigt sich in allen Medien und Formaten.

Sommerfest: Sa 11. Juli 2015, 19 Uhr
Ausstellung 09.bis 12. Juli 2015: täglich von 10-20 Uhr, Mittwoch und Samstag bis 23 Uhr

Samstag, 27. Juni 2015

Architektouren 2015

An diesem Wochenende lädt die Bayerische Architektenkammer
wieder zu ihren Architektouren ein. Die alljährliche Leistungsschau bayerischer Architektur, Landschafts- und Innenarchitektur sowie Stadtplanung ermöglicht Blicke hinter sonst meist verschlossene Türen und informative Gespräche. Auch in diesem Jahr ist wieder ein von uns beratenes Projekt dabei: das Bürgerbräu Würzburg. Als eines der letzten Architekturbeispiele der Gründerzeit in Würzburg dokumentiert das Bürgerbräu einen Teil der Geschichte der Stadt und der Region. Die fast 200-jährige Geschichte, vor allem der Niedergang der Brauerei und der lange Leerstand der letzten Jahre, haben ihre Spuren an den Gebäuden des Bürgerbräu und dem gesamten
Areal hinterlassen. Mit der Übernahme großer Teile des Ensembles durch eine Gruppe engagierter Unternehmer im Sommer 2012 wurde die Revitalisierung des Standortes eingeleitet. Informationen zu dem sehr spannenden Projekt gibt es hier.
Zeitgleich findet an diesem Sonntag von 10 bis 20 Uhr das alljährliche Sommerfest auf dem Bürgerbräugelände statt.

Freitag, 12. Juni 2015

Sponsoring Hafensommer Würzburg

Wie schon in den Vorjahren werden wir auch in diesem Jahr wieder den Hafensommer Würzburg unterstützen. Der Hafensommer ist mit seiner unverwechselbaren Ausrichtung, laut Bayern 2 eine der schönsten und spannendsten kulturellen Veranstaltungsreihen in Bayern und Deutschland, vom 24. Juli bis zum 9. August erneut Dreh- und Angelpunkt für unterschiedliche kulturelle Strömungen und spannende Bewegungen sowie überraschende und lebendige Sounds aus der ganzen Welt. Das musikalische Programmspektrum reicht von lokalen zu internationalen Künstlerauftritten, von bekannten und renommierten zu noch unbekannten, aber vielsprechenden Acts.

Wir unterstützen den Auftritt der deutschen Band Kante am 28. Juli



Kante wurde zuletzt schmerzlich vermisst, da sie sich aus dem gängigen Pop-Kontext ausgeklinkt hatten. Das Quintett um Peter Thiessen (Blumfeld-Bassist aus den Anfängen dieser Band) widmete sich obsessiv dem Theater und schrieb Musik für Produktionen der Regisseurin Friederike Heller. [...] Das neue Album „In der Zuckerfabrik“ steht für all das, was diese Band auszeichnet: Kraft, Opulenz, stilistische Beweglichkeit, Innovationslust und Liebe zum Detail. Musik in einem ganz eigenem Feld zwischen rohen Sounds, zerbrechlicher Liedhaftigkeit und radikaler Komplexität – ein Feld, das mit Referenzen wie Scott Walker, Robert Wyatt, Gil Evans, Paul Dessau, Wipers, John Fahey, Tinariwen, Suicide, James Blake, Carl Orff und Einstürzende Neubauten nur vage beschrieben ist. Im Feld der Popmusik ist doch auch anderes möglich als selbstsüchtiges Befindlichkeitsgeplätschere und spießige Profijugendlichkeit. (Quelle: Hafensommer)

Mittwoch, 3. Juni 2015

Neues Projekt: IBZ Straubing

In Straubing wird das neue Informations- und Beratungszentrums für erneuerbare Energien und Rohstoffe im Passivhaus-Standard geplant. Wir sind als Berater für das Energiekonzept, die Gebäudesimulationen und die thermische Bauphysik mit an Bord. Bauherr ist der Freistaat Bayern und für die bauliche Planung federführend das Staatliche Bauamt Passau.


Aus der Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat vom 5. März:
Mit dem Informations- und Beratungszentrum für erneuerbare Energien und Rohstoffe (IBZ) in Straubing entsteht eine Einrichtung, die die Zukunftsthemen erneuerbare Energien und
nachwachsende Rohstoffe einer breiten Öffentlichkeit verständlich und anschaulich näher bringen soll. Dies soll jeweils aus unterschiedlichen Blickrichtungen: Geschichte, Gegenwart und Perspektiven sowie Produktion, Verarbeitung und Vermarktung erfolgen. [...] Mit Errichtung des Informations- und Beratungszentrums für erneuerbare Energien und Rohstoffe wird in Straubing unter dem Dach des Landwirtschaftsministeriums und unter Beteiligung des Wirtschaftsministeriums ein Zentrum der bayerischen Energie- und Rohstoffwende eingerichtet. Die Planungen gehen derzeit von Ausstellungs- und Büroflächen von insgesamt 3.000 m² und Baukosten in der Größenordnung von 25 Millionen Euro aus.


Hierzu zwei Linkempfehlungen:
- Technologie- und Förderzentrum TFZ im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe
- Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk C.A.R.M.E.N e.V.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Energy Charts machen die Energiewende transparent

Fraunhofer ISE schaltet umfassende Energiedatenbank online

Presseinformation des Fraunhofer-Instituts vom 2. Juli 2014
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE stellt ab sofort die kompletten elektrischen Energiedaten für Deutschland zeitnah und kostenlos zur Verfügung. »Wir wollen damit einen Beitrag zu Transparenz und Versachlichung der Diskussion um die Energiewende leisten«, so Institutsleiter Professor Eicke Weber. Stromerzeugung aus allen konventionellen und erneuerbaren Quellen, Import und Export stehen in individuell gestaltbaren Grafiken unter www.energy-charts.de bereit.


Screenshot von www.energy-charts.de © Fraunhofer ISE

»Unsere Grafiken zur Stromerzeugung sind sehr beliebt, weil wir dazu aus mehreren neutralen Quellen alle Daten zusammentragen und die Daten zeitnah aktualisieren«, berichtet Professor Bruno Burger, zuständig für Energiedaten und strategische Entwicklung am Fraunhofer ISE. Burger stellt schon seit 2011 Folien zu Energiedaten auf der Institutswebsite bereit und beantwortet Anfragen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Energiewirtschaft dazu, auch aus dem Ausland: »Das japanische Umweltministerium hat 200 Berichtsseiten übersetzen und auf die eigene Homepage stellen lassen«, so Burger.


Auf www.energy-charts.de können Besucher sich jetzt ihre Grafiken selbst zusammenstellen: Leistung, Energie, Preise, beliebige Energieträger ein- und ausschalten oder mit einem dynamischen Lineal prozentuale bzw. Absolutwerte ablesen. Man sieht zum Beispiel in der Kalenderwoche 25 dieses Jahres auf der beigefügten Grafik, dass die Sonne die gesamte Spitzenlast liefert und alle erneuerbaren Energien zusammen am Sonntagmittag 60,4 Prozent der Stromerzeugung bereitstellten. Die Daten sind derzeit wochenaktuell, Teilbereiche werden demnächst auch tagesaktuell verfügbar sein.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wettbewerbserfolg in Erlangen

Bild: Heinle, Wischer und Partner   Freie Architekten


Zentrum für angewandte Sportwissenschaft und Technologie sowie Neubau einer Vierfachsporthalle in Erlangen

Anerkennung, Entscheidung des Preisgerichts am 24. Juni 2014

Aufgabe des Wettbewerbs war die städtebauliche Planung eines multifunktionalen Sportzentrums, in dem Flächen für aktiven Sport und wissenschaftliche Forschung entstehen werden sowie die dazugehörigen Freiflächen. 
Die Stadt Erlangen legte dabei größten Wert auf Energieeffizienz, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit. Hierzu hat unser Büro die Architekten Heinle, Wischer und Partner beraten.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Architektouren 2014

Auch 2014 lädt die Bayerische Architektenkammer am letzten Juni-Wochenende wieder zu ihren Architektouren ein. Am  28. und 29. Juni 2014 können bayernweit 324 neue und sanierte Objekte aus Architektur, Landschafts- und Innenarchitektur sowie Stadtplanung besichtigt werden. Meist gibt es dazu Führungen und Gespräche mit den Planern und Architekten. Informationen zu allen Projekten, die in diesem Jahr besichtigt werden können gibt es hier.

In diesem Jahr sind auch wieder zwei Projekte dabei, die wir beraten haben:

Wasserschloss Rottendorf
Kuntz und Brück Architekten

Umbau und Erweiterung eines denkmalgeschützten Pfarrhauses zu Veranstaltungsräumen und Gemeindebibliothek.

Niedrigenergiegebäude im Denkmalschutz



Foto: Karlheinz Karcher
Staatliche Fach- und Berufsoberschule Würzburg
Hofmann Keicher Ring Architekten
Hetterich Architekten

Schulgebäude mit sechs Werkstätten, vierzehn Lehrsälen und Verwaltung; hochwertiger Ausbau

EU GreenBuilding Standard




Dienstag, 10. Juni 2014

Wasserschloss Rottendorf


Ich habe einen kleinen Ausflug an Pfingsten spontan für ein paar Schnappschüsse (leider nur mit dem Mobiltelefon) des frisch renovierten Wasserschlosses in Rottendorf genutzt. Planung und Projektleitung für die Sanierung des rund 500 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäudes lagen beim Architekturbüro kuntzundbrück. 
Unser Büro war für das Energiekonzept beauftragt. Trotz strenger Vorgaben des Denkmalschutzes haben wir es erreicht, dass die Grenzwerte der Energieeinsparverordnung deutlich unterschritten werden. Möglich wurde dies durch die Verwendung von kapillaraktiver Innendämmung (ein Dämmpaket an der Außenseite verbietet sich hier natürlich) und die Nutzung oberflächennaher Geothermie.  


Das Gebäude wird jetzt von der Gemeinde Rottendorf als Bücherei mit Cafe genutzt. Zusätzlich entstand ein kleiner Park im Zentrum des Dorfes. Ein Ausflug dorthin lohnt sich allemal. Weitere Informationen und Fotos gibt es auf den Seiten des Architekturbüros kuntzundbrück und der Gemeinde Rottendorf.  

Montag, 2. Juni 2014

Einladung zum 3. Tag der Forschung



Termin: 30. Juni 2014 - 13:30
Ort: Hochschule für Technik HFT Stuttgart

Innovatives Bauen
Bauen – Innovative Materialien – Gebäude und Stadt

An der HFT Stuttgart haben Planen und Bauen seit langem einen besonderen Stellenwert in Forschung und Lehre. Innovatives Bauen ist wesentlich für das Gelingen der Energiewende, für die Herausforderungen des demographischen Wandels und für den Erhalt der Qualität unserer Städte.
Dafür arbeiten HFT Forscher an innovativen Materialien wie Membranen oder Vakuumdämmung, an der neuen Verwendung von Naturmaterialien wie Lehm, Bambus etc. aber auch an modernen Methoden zur Sanierung denkmalgeschützter Gebäude. Wir wollen uns der durchaus kontroversen Diskussion mit Ihnen stellen, wieweit unsere Städte gedämmt werden sollen und welche Materialien sich aus Energie- und Ressourcensicht am besten eignen.
Im zweiten Themenblock präsentieren wir Forschung an innovativen Fabrikkonzepten und Bürobauten bis hin zu energieautarken Kommunen und Sanierungskonzepten für die Barockstadt Ludwigsburg. Reflektionen zu einer nachhaltigen Baupolitik eröffnen die Diskussion über Gebäude und Quartiere der Zukunft.
Wir freuen uns auf einen angeregten Erfahrungsaustausch, interessante Kurzvorträge und eine engagierte Debatte.
Programm, Anmeldung (kostenlos) und weitere Informationen: HFT Stuttgart

Freitag, 23. Mai 2014

Spatenstich der Feuerwehr Wertheim


Der Neubau der Feuerwache ist das derzeit größte kommunale Bauprojekt in Wertheim. Das Investitionsvolumen umfasst 6,8 Millionen Euro. Die Feuerwache Wertheim hat einen besonderen Stellenwert: Sie ist nicht nur Einsatzzentrale der Wertheimer Wehr (505 Aktive in 14 Abteilungen, 216 Einsätze im Jahr 2013), sondern dient auch als Ausbildungszentrum für Wertheim und den gesamten nördlichen Main-Tauber-Kreis. Außerdem stellt die Feuerwehr Wertheim den Gefahrgutzug für den Main-Tauber-Kreis und fungiert als zentrale Atemschutzwerkstatt für den gesamten Landkreis. (Pressemitteilung der Stadt Wertheim vom 21. 05. 2014)


Die Stadt Wertheim hat es sich schon vor vielen Jahren auf die Fahnen geschrieben, bei Sanierungs- und Neubauprojekten die gesetzlichen Vorschriften zur Energieeinsparung weit zu übertreffen. So wurde beispielsweise die "Generalsanierung der Comenius Realschule Wertheim"  als Pilotprojekt der Deutschen Energieagentur dena mit dem Label Good Practice Energieeffizienz ausgezeichnet.

Auch der Neubau der Feuerwehr soll mit unserer Hilfe wieder möglichst energieeffizient werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2015 vorgesehen.


Montag, 5. Mai 2014

Sponsoring Hafensommer Würzburg

Das Ingenieurbüro Leiser ist auch in diesem Jahr wieder Sponsor des Hafensommer Würzburg. Fast 1000 Gäste/Künstler aus nahezu 40 Nationen und 5 Kontinenten waren mittlerweile in den ersten sieben Jahren auf der Hafensommer-Bühne zu erleben. Der Hafensommer hat sich weit über die Grenzen Würzburgs hinaus als viel beachtetes und hochkarätig besetztes Musikfestival etabliert.




Wir unterstützen den Auftritt von Michi Achers Alien Ensemble am 5. August.

"Gerade wurden und werden die Acher-Brüder und Ihre Kollegen mit den nun fast schon legendären The Notwist, einer der großartigsten und innovativsten Bands der deutschen Pop-Historie der letzten zwanzig Jahre, mit ihrem lange erwarteten neuen Album „Close To The Glass“ zu Recht gefeiert. Nach dem großartigen und erinnerungswürdigen Auftritt der Band beim Hafensommer 2013 werden wir in Folge auch in diesem Sommer einen Notwist-affinen Abend präsentieren, mit Micha Acher‘s Alien Ensemble. Der Notwist-Mitgründer Micha Acher spielt seit vielen Jahren in den verschiedensten Formationen und Konstellationen (13&God, Tied & Tickled Trio), ist Produzent (z.B. Kofelgschroa, zweite Band des heutigen Abends) und beispielsweise musikalischer Leiter einer Inszenierung der Dreigroschenoper am Münchner Volkstheater." (Quelle: Hafensommer)


Montag, 9. Dezember 2013

Die neue Energieeinsparverordnung EnEV

Auf dem Weg zum Europäischen Niedrigstenergiegebäude-Standard

Voraussichtlich im Mai 2014 wird die neue Energieeinsparverordnung EnEV in Kraft treten. Sie ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum „Niedrigstenergiegebäude“, das ab 2021 zum Standard in der EU wird. Für Gebäude der öffentlichen Hand gilt dies bereits ab 2019. Was „Niedrigstenergiegebäude“ sein sollen, wird allerdings erst noch festgelegt. Hier werden in den nächsten Jahren noch viele Interessensgruppen versuchen in die eine oder andere Richtung Einfluss zu nehmen. 

Neuer Primärenergiefaktor für Strom

Der Primärenergiefaktor für Strom wird von derzeit 2,6 auf 2,4 abgesenkt und ab 2016 auf 1,8. Damit wird vor allem der steigende Anteil erneuerbarer Energien im Strommix berücksichtigt. Angesichts eines europaweiten Stromverbunds eine vielleicht etwas zu nationale Sichtweise. Durch diese Absenkung des Primärenergiefaktors werden elektrisch betriebene Heizsystem künftig günstiger bewertet. Dies betrifft vor allem Wärmepumpen. Gerade Luft-Wärmepumpen, die bei kalten Außentemperaturen einen sehr schlechten Wirkungsgrad aufweisen, und ökologisch aus meiner Sicht nicht die erst Wahl darstellen, erfahren so ein Greenwashing par Excellence.

Verschärfung der energetischen Grenzwerte

Der maximal zulässige Jahresprimärenergiebedarf, also quasi der gesamte bewerte Energiebedarf des Gebäudes, wird um 25% gesenkt. Die thermische Qualität der Gebäudehülle in Form der zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten wird um 20% verbessert. Beides gilt jedoch nur für Neubauten und erst ab 2016. Für die Sanierung von Bestandbauten ist keine Verschärfung geplant.

Konfuse Energieeffizienzklassen

Zusätzlich zum bereits vorhandenen Bandtacho werden nun die Energieeffizienzklassen von A+ bis H ausgewiesen. So wie man es von Kühlschränken und Waschmaschinen kennt. Hier beginnt es m.E. etwas konfus zu werden. 

Wir haben somit zwei Bewertungsmaßstäbe: 

  1. Der Primärenergiebedarf wird anhand des Referenzgebäude-Verfahrens ermittelt und ist somit variabel. Das Referenzverfahren berücksichtigt die technische Ausstattung und die architektonischen Gegebenheiten, wie beispielsweise das Verhältnis von Fenster zur Außenhülle.  Die „Effizienzhäuser“ zur Förderung nach KfW werden danach eingeteilt.   
  2. Die  Endenergieeffizienzklassen von A+ bis H hingegen richten sich nach festen Grenzwerten.

Somit ist es möglich, dass beispielweise ein KfW-55 Effizienzhaus je nach Ausführung der Effizienzklasse A zugeordnet wird oder der Effizienzklasse B. Was für uns Fachleute eher ein willkommenes Mehr an Informationen bedeutet, ist für den Laien schwer zu durchschauen. 

Mehr Klarheit gewünscht

In der Pressemitteilung 228/2013 vom 11.10.2013 des Bundesrats heißt es: „Trotz der letztendlich erteilten Zustimmung machen die Länder sehr deutlich, dass sie die vorgelegte Verordnung in wesentlichen Punkten für unzureichend halten. […] Allein durch die verschiedenen parallelen Energiesparvorschriften – Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung, Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – leide die Akzeptanz und Transparenz erheblich. Der Bundesrat sieht daher die dringende Notwendigkeit, erhebliche Vereinfachungen in diesem Bereich zu erreichen und fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich mit den Ländern eine grundlegende Überarbeitung der entsprechenden Vorschriften anzugehen.“ Aus Sicht des Energieberaters wäre noch hinzuzufügen, dass eine klarere und im Umfang wesentlich kürzere rechtliche Nachweisführung auch wieder mehr Freiraum für eine Energieplanung bspw. mit Hilfe der Gebäudesimulation lassen würde.

#EnEV #Energieeinsparverordnung #Energie