Straubing 25.07.2016 - Wer sich für den innovativen Einsatz Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien interessiert, findet bald in Straubing eine bislang einzigartige Anlaufstelle. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner starteten am Montag mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten für das NAWAREUM – ein modernes Informations-, Lern- und Beratungszentrum, das bundesweit Akzente setzen soll. „Das NAWAREUM wird die Menschen mit spannenden Angeboten für die Verwendung Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien sensibilisieren“, waren sich Brunner und Aigner einig. Ziel sei, fundierte fachliche Informationen erlebbar und damit für Familien, Schulklassen und alle Interessierten gleichermaßen attraktiv zu machen. Zudem soll das NAWAREUM für Bürger, Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen als kompetente Anlauf- und Beratungsstelle dienen. Schließlich nimmt den Ministern zufolge die Bedeutung Nachwachsender Rohstoffe permanent zu, gerade im Hinblick auf biobasierte Materialien und die Energiewende. Umso wichtiger ist es laut Brunner und Aigner, umfassend über die Verwendungsmöglichkeiten aufzuklären und den Einsatz Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien voranzutreiben.
Flyer: TFZ
Um die richtige Mischung aus Information, Dokumentation und Erlebnis sicherzustellen, sind Dauer- und Sonderausstellungen zu Themen wie Heizen, Bauen und Dämmen ebenso geplant wie Schau- und Lehrgärten oder Mitmachstationen für Jung und Alt. Zudem wird die Einrichtung einen Einblick in die Geschichte und die künftigen Möglichkeiten der Bioökonomie bieten. Schon das Gebäude selbst ist als Musterbeispiel für Nachhaltigkeit geplant: Es wird in Holzbauweise mit Passivhaus-Standard errichtet und soll den Besuchern die Möglichkeiten beim Einsatz Erneuerbarer Energien vor Augen führen. Die Gesamtkosten von 25 Millionen teilen sich Landwirtschafts- und Energieministerium. Anfang 2020 soll die Eröffnung sein. Unser Büro ist hier mit der Beratung zum Passivhaus und der thermischen Bauphysik beauftragt.
Zurzeit plant das Architekturbüro Brenne Architekten, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Unser Büro ist hier für das Energiekonzept und die thermische Bauphysik verantwortlich. Letzteres ist in diesem Projekt besonders anspruchsvoll, da aufgrund des denkmalpflegerischen Anspruchs nicht alle Flächen gedämmt und Wärmebrücken zwangsläufig nicht gänzlich entschärft werden können. Außerdem ist es nicht möglich, eine automatisierte geregelte Lüftung vorzusehen. So wird man letztlich den Nutzer dafür sensibilisieren und mittels geeigneter Messtechnik (Feuchteüberwachung) unterstützen müssen, ausreichend über die Fenster zu lüften. Unser, noch in Arbeit befindliches, Energiekonzept soll Bauherrn (Freistaat Bayern) und Nutzer die ökologischste und ökonomischste Richtung für die nächsten Jahrzehnte weisen.
Sep Ruf
Der Architekt Sep Ruf (Franz Joseph Ruf 1908-1982) war unter anderem von 1947 bis 1953 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er prägte mit seinen leicht wirkenden Bauten in der Schule des Bauhaus die deutsche Nachkriegsarchitektur in Deutschland. Bekannt wurde er durch den Bau der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und den Bau der Neuen Maxburg in München zusammen mit Theo Papst. 1962 wurde er zusammen mit Egon Eiermann und Paul Baumgarten zu den drei Mitgliedern des Planungsrates ernannt, die unter strengster Geheimhaltung die Neuplanung der Regierungsbauten und die Bebauungspläne und Bauten ausführen sollten. 1963–64 errichtete Sep Ruf den Kanzlerbungalow in Bonn.
Jahresaustellung und Sommerfest
Bis zum 12. Juli zeigen über 300 Studierende aller Klassen und Aufbaustudiengänge zeigen ihre besten Werke aus den vergangenen zwölf Monaten. Zur Jahresausstellung werden vier Tage lang Ateliers zu Ausstellungsräumen, denn künstlerische Forschung teilt sich in Resultaten mit. Studenten aller Fachrichtungen präsentieren Malerei und Zeichnung, Bildhauerei, Video und Foto, Installation, Skulptur, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Audio, etc. Die Vielfalt und Qualität der Kunsthochschule zeigt sich in allen Medien und Formaten. Sommerfest: Sa 11. Juli 2015, 19 Uhr Ausstellung 09.bis 12. Juli 2015: täglich von 10-20 Uhr, Mittwoch und Samstag bis 23 Uhr